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Published on Tuesday, 21 February 2012 21:05
Silver and bronze for Herbst and Lang. Well-placed hammer thrower from Kulmbach / Sebstian Schramm fifth place / Anna Buchner eleventh
Zwei Medaillen holten die Kulmbacher Hammerwerfer bei den deutschen Hallen- und Winterwurfmeisterschaften der A-Jugend, die im und am bekannten Sindelfinger Glaspalast bei Stuttgart ausgetragen wurden. Schmudliges Wetter war der Begleiter beim Wettkampf, was dem Hallenser Bastian Abend jedoch wenig ausmachte. Er schleuderte den 6kg-Hammer bereits im ersten Versuch auf die neue persönliche Bestmarke von 67,48 Meter. Während Jonathan Herbst (ATS Kulmbach), Simon Lang (UAC) und Sebastian Schramm (ATS) nur schleppend in den Wettkampf fanden, hatte sich der Mitfavorit Nils Lindner (ASV Erfurt) mit 63,55 Meter vorübergehend auf Rang zwei geschoben. Doch die Kulmbacher Werfer kämpften. Anfangs verkrampfte Würfe von Simon Lang wurden von Durchgang zu Durchgang optisch etwas besser und Jonathan Herbst schob sich mit 64Meter-Würfen auf Rang zwei.
Auch Sebastian Schramm kämpfte sich nach vorn. Im Fünften Durchgang verbesserte sich der Hallenser Abend auf 69,10 Meter, die an diesem Tag das Mass aller Dinge sein sollten. Alle drei Kulmbacher Athleten verbesserten sich ebenfalls in ihren letzten beiden Würfen. Jonathan Herbst sicherte sich mit 64,75 Meter die Silbermedaille und darf nun die deutschen Farben beim Werfer-Länderkampf gegen Frankreich, Italien und Spanien in vierzehn Tagen im französischen Val-de-Renil vertreten. Auch Simon Lang übertraf zum Schluss mit 64,09 Meter noch den ein Jahr älteren Erfurter Lindner und Sebastian Schramm ließ mit 60,04 Meter seinen Hammer ebenfals über die 60Meter-Marke fliegen und landete im 16köpfigen Feld auf dem fünften Platz.
Immernoch gesundheitlich angeschlagen wurde Hammerwerferin Anna Büchner (UAC Kulmbach) mit 43,26 Meter bei der weiblichen A-Jugend elfte.
Videos von den Würfen der Kulmbacher Hammerwerfer sind auf dem Youtube-Kanal des UAC Kulmbach("Wurfzentrum TV" zu sehen.

Foto: Mit einer Bronze- und Silbermedaille, sowie einem fünften Platz kehrten Simon Lang (UAC Kulmbach/links), Jonathan Herbst(ATS/Mitte) und Sebastian Schramm(ATS/rechts) von den deutschen Meisterschaften in Sindelfingen nach Hause. ---------------------------------------------------------------------------- ------------------------------------------------- Wintermeisterschaft nur Formüberprüfung?
Martin Ständner, Stützpunkttrainer des bayerischen Leichtathletik-Verbandes, fährt seit Jahren mit gemischten Gefühlen zu den Winterwurfmeisterschaften und sieht die Veranstaltung als Formüberprüfung.
Zu unterschiedlich sind die Trainingsbedingungen in Ost und West und die daraus resultierenden Trainingsinhalte und Programme. Während der Deutsche Winterwurfmeister Bastian Herbst aus Halle täglich tagsüber, während Herbst und Lang, die schließlich beide auch schon deutsche Meister waren aber bei Tageslicht eben in der Schule sitzen müssen, mit dem Wettkampfgerät werfen kann, bleibt hiesigen Werfern im Winter nur eine richtige Wurftrainingseinheit am Wochenende. Um eine sportliche Weiterentwicklung zu gewährleisten, muss im Winterhalbjahr somit viel im allgemeinen athletischen Bereich, z.B. Medizinball- und Sprungkrafttraining in der Turnhalle, sowie mit "Trockenübungen" improvisiert werden. Erschwerend kommt dazu, dass in Kulmbach an jedem Ferientag die Turnhallen geschlossen sind, was man in Halle, Erfurt oder Chemnitz natürlich nicht kennt. Im Vergleich fehlen den Werfern dann bis zum Frühjahr entsprechend viele Würfe bzw. qualitativ hochwertige Trainingseinheiten. So gesehen haben sich Herbst, Lang und Schramm hervorragend verkauft. Bisher ist es den Kulmbacher Hammerwerfern in den letzten Jahren immer gut gelungen im Frühjahr aus einer gesteigerten allgemeinen Basis heraus auch mit ihrem Wettkampfgerät aufzuholen.
Bleibt den Kulmbacher Talenten zu wünschen, dass dies auch 2012 gelingt.
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